Wie umgehen mit der Corona-Thematik. Ein Gast-Beitrag von Paula Camenisch

Aktualisiert: März 24

In der Apotheke fällt mir immer auf, dass Patienten mit Husten, auch mit akutem Husten und chronischem erst recht, einen kollabierten Brustkorb haben – Brustbein eingesackt, Rippen hängend und gegen unten irgendwie verkeilt. Ihr wisst, was ich meine. Was zuerst war, weiss ich nicht – schlechte Haltung und dann Husten oder Husten und dann schlechte Haltung. Wie auch immer, vorstellbar wäre es, dass Viren von unbewegtem Gewebe profitieren und unbewegtes Gewebe verursachen. Martina Soklic, Chiropraktikerin in Samedan, sagt, alle mit Husten haben ein Problem am fünften Brustwirbel, was die Nerv- und Blutversorgung der Lunge beeinträchtigt.


Corona und andere Krankheitserreger Nun schreibe ich auch noch etwas zum Coronavirus, dabei finde ich doch, man sollte ihm nicht soviel Aufmerksamkeit geben. Denn Aufmerksamkeit verunsichert, Verunsicherung schafft Panik und Angst – Panik und Angst sind ungesund, wenn es um die Immunabwehr geht! Lehrbuchwissen!


Das autonome Nervensystem: Wir haben, vereinfacht gesagt, zwei allem übergeordnete Funktionsmodi –

  1. den Sympathikus und seine Nerven, aktiv bei Kampf, Flucht und Jagd, also allem, was dem KURZFRISTIGEN ÜBERLEBEN dient. Kurzfristiges Überleben toppt langfristiges Überleben, also langfristige Gesundheit – ziemlich klar, wenn wir vom Tiger gefressen werden, ist die langfristige Gesundheit nicht wichtig. Darum macht Stress jeder Art krank, weil Stress den zweiten Funktionsmodus abstellt.

  2. den Parasympathikus und seine Nerven: In diesem Nervensystemzustand finden Reparaturen, Erholung und Immunabwehr auf allen Ebenen statt. Ja, darum verstopft die Nase abends im Bett, weil wir dann im Reparaturmodus sind – nicht mehr Sympathikus, sondern – und ja, die verstopfte Nase ist nicht die Krankheit, sondern eigentlich eine vernünftige Massnahme des Körpers, um einen Virus an der Verteilung im Körper zu hindern (gilt für alle vermeintlichen Bedrohungen, auch für Pollen bei Allergikern).

Panik und Angst simulieren einen Tiger hinter uns – Sympathikus/kurzfristiges Überleben toppt Parasympathikus/langfristiges Überleben/langfristige Gesundheit – der wichtigen Immunabwehr wird Energie entzogen für physische Aktivität und Aufregung – die Viren und Co. freut es!


Auch die Jagd nach Masken, Desinfektionsmitteln und Nahrung bringt uns in den Sympathikusmodus. Andererseits beruhigt das Sicherheitsgefühl, eine Maske zu haben, und bringt uns in den Parasympathikusmodus – der schützt uns gegen Viren & Co, vermutlich besser als die meist falsch verwendeten Masken. Also, wer keine Maske hat: Parasympathisch bleiben! Den wichtigsten Nerv des Parasympathikus, den Vagusnerv, stärken – der boomt im Moment gerade, im Internet und in Büchern findet man diverse Tipps.


Paula Camenisch

Apothekerin FPH Offizin, Homöopathin FPH und CANTIENICA®-Trainerin

https://www.paulacamenisch.ch


Auf der Website von Paula findet ihr einen weiteren Blogbeitrag zum Thema Coronavirus.

Auch der zweite Beitrag hat es in sich. Warum Desinfektion vermutlich mehr schadet als nützt. Das Terrain schützen ist wichtiger, als das Virus zu bekämpfen. Coronaviren und andere Krankheitserreger II


Mit den qualifizierten Tipps von Paula fahrt ihr sicher gut. Wir stehen voll hinter Paulas Tipps zum Umgang mit der Corona-Ansteckungsgefahr. Die Menschen werden euch dankbar sein für die wirklich guten Argumente. Sie sind besser als alles, was die meisten Politiker und Journalisten von sich geben.


Vielleicht nehmt ihr den Brustkorb als Thema für die nächsten Klassen. In den Podcasts ist jede Menge Inspiration für Themenklassen.


Und weil es sehr gut zum Beitrag von Paula passt, noch ein Hinweis auf einen Workshop im Studio Zürich. Platzzahl beschränkt!

Freitag, 19. Juni 2020

Gast-Workshop mit Solveig Hoffmann: "Der ventrale Vagus in Haltung und Bewegung"

Die Polyvagaltheorie von Stephen Porges begründet ein neues Denken in Bezug auf die automatisch ablaufenden Vorgänge in unserem Körper. Der ventrale Vagus wird auch Selbstheilungsnerv genannt. Er tritt in Funktion, wenn wir uns sicher fühlen. Wir können ihn unterstützen durch unser Verhalten in sozialen Zusammenhängen, im Gespräch und auch in unserem Körper, in Haltung und Bewegung. Inhalt:

  • Überblick über das autonome Nervensystem

  • Wirkung des Ventralen Vagus und der Vagusgruppe (System für Kontakt und Kommunikation)

  • einzelne Haltungs- und Bewegungsübungen

  • Bedeutung des Atems für das autonome Nervensystem

  • 45 Minuten Training

  • weiterführende Gedanken über die Bedeutung der Polyvagaltheorie


Workshopleitung: Dr. Solveig Hoffmann, geboren 1955 in Deutschland, Oberpfalz. Aufgewachsen in Bamberg und Umgebung, Medizinstudium in Marburg, seit 2002 auf den kanarischen Inseln. Zuerst Lanazrote, seit 2007 Teneriffa.


Voraussetzung:

Lv3a/Faceforming und QC/LN. Dieser Workshop zählt nicht als Weiterbildung für LN/QCM.

Anmelden könnt ihr euch hier >


Mit parasympathischen Grüssen

Benita & das C-Team

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