Bildrechte im Internet, Nutzung von Bildern und Texten auf Websites und in Sozialen Medien

Aktualisiert: 29. Dez 2019

In diesem Beitrag geht es um die rechtssichere Verwendung von Bildern im Internet (Quelle www.e-recht24.de). Um Urheberrechte, um allgemeine Regeln, die uns die DSGVO vorschreibt. Um den Umgang mit Bildern, Logos, Illustrationen und Texten der CANTIENICA AG. Gernzfälle, Ernstfälle, No-Gos.


1 Allgemein

  • Fotos, Texte und Videos sind (fast) immer urheberrechtlich geschützt.

  • Für fremde Inhalte muss mit dem Urheber (Fotograf, Texter, Illustrator) oder den Rechtsverwertern ein Lizenzvertrag abgeschlossen werden.

  • Wer Bilder und Texte einfach übernimmt, dem drohen teure Abmahnungen.

  • Nur Bilder und Texte, die selber erstellt wurden, können problemlos genutzt werden.


2 Lizenzen und Nutzungsrechte

Wenn du fremde Bilder oder Videos nutzen möchtest, musst du mit dem Urheber (Fotograf, Texter, Illustrator) oder mit Rechtsverwertern (Agenturen, Bilder-Plattformen) einen Nutzungsvertrag abschließen.


Es gibt für verschiedene Bereiche und Zwecke, verschiedene Arten von Lizenzen:

  • Einfache oder ausschließliche Lizenz

  • Zeitlich beschränkt, etwa für die Dauer der Mitgliedschaft bei einer Plattform

  • Beschränkt auf ein Medium (Webseiten, Print, Social Media...)

  • Lizenzen mit oder ohne Recht zur Bearbeitung der Bilder

  • Lizenzen zur privaten, redaktionellen oder geschäftsmäßigen Nutzung


3 Recht am eigenen Bild

Vorsicht bei Bildern, auf denen fremde Personen zu erkennen sind. Das „Recht am eigenen Bild“ bedeutet: Du musst fast immer bei der fotografierten Person nachfragen.


Ausnahmen vom Recht am eigenen Bild :

  1. Die Person die abgebildet ist, wurde dafür bezahlt.

  2. Die Personen sind nur „Beiwerk“ oder nicht individuell zu erkennen.

  3. Es handelt sich um berühmte „Personen der Zeitgeschichte“. Aber Vorsicht: Du darfst natürlich nicht einfach Heidi Klum – oder Benita Cantieni – zum Gesicht deiner Werbekampagne machen.

Bemerkung zu Kinderbildern: Kinderbilder in den Sozialen Medien zu veröffentlichen, ist unseres Erachtens ein No-Go. Man bedenke, dass Bilder, wenn sie mal online sind, nie mehr aus dem Netz zu tilgen sind. Die Rechte am eigenen Bild sind somit von Vornherein verletzt. Stell dir vor, du würdest hier und heute mit Kinderbildern konfrontiert, die deine Eltern vor Jahrzehnten ins Internet gestellt haben. Vielleicht fändest du es gar nicht Jööö. Wir raten von jeglichen Kinderfotos ab. In aller Regel liken, teilen, kommentieren wir keine Kinderbilder, denn sogar das ist problematisch. Kinder gehören nicht auf Facebook.


Wir haben in der Vergangenheit Fotos in Präsentationen und Handbüchern verwendet, um zu zeigen, dass Kinder Vorbilder sind. Es ging darum, die Bewegungsfreude, den geraden Rücken, die natürliche Aufrichtung zu illustrieren. Niemals haben wir die Erlaubnis erteilt, Fotos aus Präsentationen weiterzugeben oder ins Netz zu stellen! Bitte helft mit, sensibel mit Daten und Bildern umzugehen, die Sinne zu schärfen, mit Daten Dritter noch sorgfältiger umzugehen.



4 Panoramafreiheit

Panoramafreiheit bedeutet: Was „draußen“ von öffentlichen Straßen und Plätzen einsehbar ist, darf fotografiert und veröffentlicht werden. Das betrifft vor allem Bauwerke und Gebäude. Bei allem was nur von privaten Grundstücken aus zu sehen ist, wird die Erlaubnis des Eigentümers benötigt.


Im Inneren von Gebäuden gilt die Panoramafreiheit nicht. Hier regelt der Eigentümer, was erlaubt ist. Entweder gibt es eine Hausordnung, die diese Fragen regelt. Oder man muss beim Eigentümer bzw. Inhaber des Hausrechts nachfragen, wenn man Bilder veröffentlichen will.


5 Bilderplattformen (Fotolia, Pixelio, Unsplash, Getty etc.)

Auch wenn Bilder kostenlos genutzt werden können, heißt das nicht, dass an den Bildern keine Urheberrechte bestehen. Das Recht zur Urhebernennung etwa besteht auch bei kostenlosen Bildern.


Oft ist die kostenlose Nutzung auf private oder journalistische Zwecke beschränkt. Diese Bilder dürfen nicht für Webezwecke oder in Online Shops genutzt werden.


Kläre vorher, ob du alle Nutzungsrechte hast, die du brauchst. Webdesigner benötigen z.B. das Recht zur Bearbeitung. Das ist in vielen „normalen“ Lizenzen aber gar nicht enthalten.


6 Creative Commons-Lizenz (CC-Lizenzen)

Auf Seiten wie Wikipedia oder flickr findet man oft Bilder, die unter der „Creative Commons-Lizenz“ stehen. Das ist eine Standard-Lizenz, mit der Urheber Bilder zur kostenfreien Nutzung unter bestimmten Bedingungen freigeben können. Bei einer Creative Commons-Lizenz wird in der Regel ein einfaches Nutzungsrecht übertragen. Es ist also immer auch Anderen möglich, das Bild unter den gleichen Bedingungen zu nutzen. Es gibt verschiedene Lizenzmodelle, lesen Sie sich die Lizenzvereinbarungen also vorher genau durch http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/


Oft enthalten CC-Lizenzen folgende Bedingungen:

  • den Namen des Urhebers nennen und verlinken

  • keine Bearbeitungen am Bild vorzunehmen

  • die jeweilige Lizenz zu nennen und zu verlinken

  • das Werk nur auf nicht-kommerziellen Seiten zu nutzen.


7 Logos bekannter Firmen

Logos von YouTube, Facebook & Co. sind urheberrechtlich UND markenrechtlich geschützt.

Viele Unternehmen wollen aber natürlich, dass Ihre Logos genutzt und verbreitet werden. Die Firmen definieren aber, wie diese Logos benutzt werden dürfen.


Facebook-Logo

Die Nutzung des „f“-Logos und des „Gefällt mir“-Buttons ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, welche Facebook auf einer Übersichtsseite zusammenfasst:

https://www.facebookbrand.com/


Twitter-Logo

Auch Twitter gibt eine Reihe an Logos und Icons vor, die aber nur unter Einhaltung bestimmten Nutzungsbedingungen verwendet werden dürfen:

https://about.twitter.com/press/twitter-brand-policy


YouTube-Logo

Auch YouTube erlaubt die Nutzung einer Auswahl von Logos, macht hier aber ebenfalls eine Menge Vorgaben: https://www.youtube.com/yt/brand/de/using-logo.html



CANTIENICA®-Logo

Auch wir haben ein vitales Interesse, die Marke CANTIENICA® Körper in Evolution bekannt zu machen. Die Nutzung des CANTIENICA®-Logos unterliegt dem Markenschutz, nachlesbar in den Nutzungsbedingungen der CANTIENICA AG, unter www.cantienica-anbieter.com/nutzungsbedingungen


8 Namensnennung des Fotografen

Wenn du den Namen des Fotografen nicht nennst, riskierst du eine Abmahnung. Der Name

des Fotografen muss – eigentlich – immer direkt unter dem Bild stehen. Oder wie es das deutsche Urheberrechtsgesetz sagt „am Werk“.

  • Auch bei kostenlosen Bildern hat der Urheber ein Recht auf Namensnennung.

  • Nur weil man den Namen des Fotografen nicht kennt, entfällt dadurch nicht das Recht auf Namensnennung.

  • Namensnennung im Impressum: Plattformen wie fotolia haben festgelegt, dass es ausreicht, wenn der Name des Urhebers im Impressum genannt wird. Das können diese Plattformen aber gar nicht entscheiden. Das Recht auf Namensnennung steht – zumindest nach deutschem Urheberrecht – nur dem Urheber zu. Einige „Fotolia-Fotografen“ mahnen Seitenbetreiber deswegen ab.

In der Hitze des Gefechts kann die Namensnennung schon mal vergessen werden. Wir versuchen Vorbilder zu sein, auch das hilft letztlich, die Marke zu stärken und ein positives Zeichen zu setzen. Wenn ihr diesen Beitrag hilfreich findet, gebt uns ein Herzchen. Wir können uns gut vorstellen, auch weitere Beiträge dieser Art anzubieten.


Wir freuen uns immer über Kommentare und sachdienliche Hinweise eurerseits. Datenschutz geht alle an, wahrscheinlich gibt es Expert/innen unter euch. Wenn jemand einen Beitrag verfassen möchte, bitte, sehr gerne. Zusammen sind wir stark. Weiterhin frohe Festtage wünscht euch das CANTIENICA®-Team


PS: Ein wichtiges Wort zu den Copyright-Angaben auf der Website. Das Copyright an Texten, Fotos und Bildern zur CANIENICA®-Methode steht 100% der CANTIENICA AG zu. Ihr könnt bei euren modifizierten Texten das Copyright so anbringen:

©Dein Vorname Name/CANTIENICA AG

Alle Rechte sind der CANTIENICA AG vorbehalten.

So seht ihr es ja jeweils auch bei Texten von Benita Cantieni. So ist es korrekt. Danke.

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