Glossar Stufe 1 Bronze

Aktualisiert am 22. August 2020

  • Das Becken

    Pelvis

    Lv1

    Werden die Sitzbeinhöcker näher zueinander gezogen, so wird das Becken trichterartig unten schmaler und oben breiter. Links ein weibliches Becken, rechts ein männliches.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Ernst Gamper

    1

  • Schambein

    Os Pubis, Symphysis Pubica

    Lv1

    Die Schambeinfuge (Symphyse) besteht aus einer gallertartigen Masse zwischen den Knochen. Dadurch wird das Schambein gelenkig.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Ernst Gamper

    1.1

  • Steißbein

    Os Coccygis

    Lv1

    Der verknöcherte Schwanz des Menschen. Das Steißbein ist mit dem Kreuzbein durch ein Gelenk verbunden und besitzt daher Beweglichkeit. Es kann nach unten ausgerichtet und seitlich bewegt werden.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Ernst Gamper

    1.2

  • Sitzbeinhöcker

    Tuber Ischiadicum, Os Ischii

    Lv1

    Diese beiden „Halbringknochen“ am unteren Ende des Beckens werden Sitzbeinhöcker genannt. Im Idealfall richtet sich der Körper im Sitzen exakt auf der Mitte der Sitzbeinhöcker aus. Ein einfacher Referenzpunkt: Werden die Sitzbeinhöcker „nicht mehr gespürt“, so ist die Ausrichtung ideal. Solange die Sitzbeinhöcker schmerzhaft wahrgenommen werden, stimmt die Position nicht.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Ernst Gamper

    1.3

  • Beckenbodenmuskulatur

    Regio Perinealis

    Lv1

    In der Darstellung sind die drei Schichten realistisch in das kleine Becken eingefügt. Der Levator Ani bildet die innerste Schicht, die eigentliche Beckenbodenschale, in der die Organe des Unterleibes liegen. So sieht der Levator Ani aus, wenn er trainiert ist. Erschlafft hängt er durch.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Ernst Gamper

    1.4

  • Die drei Schichten des Beckenbodens

    Musculi Puboperinealis, Bulbospongiosus, Sphincter ani externus, Ischiocavernosus

    Lv1

    Links die weiblichen Schließ- und Schwellmuskeln, rechts die männlichen. Die Schleife um die Anusmuskeln ist bei Frau und Mann identisch. Bei der Frau legt sich der Schließ- und Schwellmuskel (Bulbospongiosus) um die Vagina, beim Mann um die Peniswurzel. Die beiden Seitenäste sind die Musculi Ischiocavernosi, sie unterstützen bei Mann und Frau die Erektion von Penis und Klitoris. Diese Sexualmuskeln sind die Verbindung der äußeren Schlingen mit der mittleren Schicht. Eine strenge Zuordnung ist eigentlich nicht möglich. Der in der Abbildung horizontal verlaufende Ast ist der oberflächliche quere Dammmuskel. Er verbindet den Damm mit den Sitzbeinhöckern und ist immer beteiligt, wenn es in den Übungsanleitungen heißt: „Sitzbeinhöcker zusammenziehen“.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Ernst Gamper

    1.51

  • Die drei Schichten des Beckenbodens

    Musculi Transversus perinei profundus, Sphincter urethrae externus

    Lv1

    Sie ist die Beckenwand am aufgerichteten Menschen und verbindet die Schambeinäste. Am Damm ist die mittlere Schicht mit der äußeren und der innersten Schicht verbunden, vorne kann über den Pyramidalismuskel die direkte Vernetzung zum Bauch aufgebaut werden. Links das weibliche Modell mit der Öffnung für die Vagina und den Verschluss der Harnröhre. Rechts das männliche Schema mit der Öffnung für die Harnröhre und die Penisarterien.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Ernst Gamper

    1.52

  • Die drei Schichten des Beckenbodens

    Levator ani: Musculi Puborectalis, Pubococcygeus, Coccygeus, Iliococcygeus

    Lv1

    Diese Illustration will die Wirkung und Funktionsweise des Levator Ani als eigentliche Muskelschale zur Geltung brin- gen. Selbstverständlich steht diese Schale nicht so im kleinen Becken, sondern ist vorne, seitlich und am Kreuzbein über Sehnen direkt an den Knochen angemacht. Nur dank dieser direkten Vernetzung können wir über den Levator Ani die Beckengelenke und die Aufspannung der Wirbelsäule steuern.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Ernst Gamper

    1.53

  • Hüftmuskeln

    Musculi Gluteus minimus, Piriformis, Gemellus superior, Obturator internus, Gemellus inferior, Quadratus femoris, Iliopsoas (Psoas major, Psoas minor und Iliacus).

    Lv1

    Links steht der Femurkopf perfekt in seiner Pfanne. Rechts der Verlauf des Schneidermuskels (M. Sartorius).

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Carla Hubeli

    2.1

  • Psoas

    Psoas

    Lv1

    Der Psoas in der vivatomischen Vorstellung: In den Leisten aufgefächert in seine ganze Breite steigt er durch den Torso zu den Wirbeln hoch und bildet zusammen mit der Ösophagus-Schlaufe des Zwerchfells die innerste, tiefste Rücken-muskulatur.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Sandra Cantieni

    2.2

  • Pyramidenmuskel

    Musculus Pyramidalis

    Lv1

    Er gilt als vermeintlich nutzloses Überbleibsel der Evolution: Der Pyramidalis wird in der CANTIENICA® – Methode bei Mann und Frau als Verbindungsmuskel zwischen Beckenboden und Bauch genutzt. Gut trainiert verhindert er das „Hängebäuchlein“ nach Kaiserschnitten und Unterleibsoperationen. Außerdem stimuliert er einige Nerven (unter an-deren auch den Pudendusnerv) und verbessert die Feinfühligkeit der Beckenbodenmuskeln – auch beim Sex. Beim Mann sind die Hoden über die Haut direkt mit dem queren Bauchmuskel und dem Pyramidalis verbunden.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Ernst Gamper

    2.3

  • Wirbelsäule, 24-Stunden-Aufspannung

    Spina

    Lv1

    Im CANTIENICA®-Körperbild verläuft der Spinalkanal gerade. Resultat ist eine Wirbelsäule ohne Doppel-S. Die leichte Krümmung der Wirbelsäule rückenwärts ergibt sich aus der Form der Fortsätze. Die untersten Brustwirbel-Fortsätze sind viel kleiner als die anschließenden Lendenwirbelknochen. Deshalb „muss“ unter dem untersten Brust-wirbel in der Vorstellung ein kleiner Schmetterling schlafen können. Oder eine Libelle ...(wird an den Intensivtagen ausführlich erklärt und demonstriert). Sobald der Rücken flach gedrückt wird, verläuft das Rückenmark nicht mehr gerade, und der Wirbeldruck verschiebt das Becken und den Brustkorb.

    ©CANTIENICA AG

    Illustration:

    Sandra Cantieni

    3.1